Angelika Guldt und Kerstin Zimmermann (Fotocredits: Leopold Neumayr)

Dadurch, dass Holz unser wichtigster Rohstoff ist, haben wir Nachhaltigkeit quasi in der DNA. Wir haben sehr früh begonnen, das Thema als ein Differenzierungsmerkmal gegenüber den Konkurrenten und als einen Treiber zu sehen. Die ersten Berichte entstanden 2003, im Jahr 2008. Das Thema geniesst bei Lenzing schon sehr lange einen sehr hohen Stellenwert. Heute ist das Thema Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensstrategie verankert und Bestandteil des Reportings.

Monika Kovarova-Simecek (Fotocredits: privat)

Die Digitalisierung der Finanzberichterstattung und die dafür notwendigen elektronischer Formate sorgen schon sehr lange für Diskussionen. In vielen Ländern und Bereichen hat sich XBRL (eXtended Business Reporting Language) als Austauschformat durchgesetzt. Im XBRL-Format werden Finanzdaten zwischen Unternehmen und Steuer- und Aufsichtsbehörden, Banken und Börsen ausgetauscht. In der europäischen Finanzberichterstattung (genauer in der EU) ist XBRL erst ab 2020 und auch nur für börsennotierte Unternehmen verpflichtend. Spät, aber doch!

Nastassja Cernko (Fotocredits: OeKB/Häusler)

In der OeKB verstehen wir Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept. Eine Bank ist dann nachhaltig, wenn sie ständig bereit ist ihre Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Prozesse weiterzuentwickeln und zwar mit dem steten Bewusstsein ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.

Sabine Schellander (Fotocredits: Arthur Michalek)

Auch nachhaltiges Handeln ist mit monetären Werten belegbar. Das ist vielleicht nicht immer einfach zu berechnen (Stichwort true costs) und auch der Einfluss des Faktors Zeit, ist dabei nicht immer leicht kalkulierbar. Aber genau hier, sollten wir ansetzen. Hier gilt es, Systematiken und Standards zu entwickeln und verstärkt Transparenz zu schaffen. Im Grunde sollten diese zwei Welten, gar nicht mehr getrennt voneinander vorkommen und „gedacht werden“. Das wäre etwas, das ich mir wünschen würde.

Katharina Aretin (Fotocredits: CA Immo, Andreas Hofer)

Die Internationalisierung und Digitalisierung des Kapitalmarktes bringt es mit sich, dass alle Abteilungen innerhalb eines Unternehmens, die sich mit kapitalmarktrelevanten Themen beschäftigen, mit immer neuen Themenfeldern wie etwa Nachhaltigkeitsberichten, Vergütungsberichten etc. konfrontiert werden. Diese Entwicklung erhöht natürlich das Arbeitsausmaß, führt aber gleichzeitig dazu, dass jeder, der sich mit derartigen Themen beschäftigt, in Zukunft auch die Möglichkeit hat, sich auf einzelne Themenschwerpunkte zu spezialisieren.

Doris Gstatter (Fotocredits: Foto Wilke)

Der Geschäftsbericht ist nur ein Bestandteil der gesamten Finanzkommunikation. Er muss den Spagat zwischen dem vorgeschriebenen Vergangenheits-Reporting und den wesentlichen Themen der Gegenwart und Zukunft schaffen, eine runde Geschichte erzählen und Interesse wecken. Die Berichte umfassen inzwischen gut 200, 300 Seiten. Umso wichtiger ist es, dass der Bericht transparent, klar und in sich konsistent ist. Die großen Stellschrauben sind das Konzept, die Inhaltsstruktur und die Sprache.

Matthias Bextermöller (Fotocredits: Günther Schwering)

Matthias Bextermöller (geschäftsführender Gesellschafter bei berichtsmanufaktur) im Gespräch mit Tatjana Aubram (Teaching & Research Assistant des Master Studiengangs Wirtschafts- und Finanzkommunikation): Sie sind Sprachwissenschaftlicher und haben sich mit ihrer Agentur auf Unternehmens- und Finanzkommunikation spezialisiert. Wie kam es dazu und was gefällt Ihnen auf diesem…

Christian Drastil (Fotocredits:  Martina Draper / photaq.com)

Börsethemen generell und das Verstehen-Wollen von Investmentstories hinter den einzelnen Unternehmen zähle ich zu meinen Hobbies, insofern ist die persönliche Herausforderung dabei, rundherum tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln, damit man das Hobby zum Job machen kann. Den Online-Auftritt des WirtschaftsBlatts durften wir vor 20 Jahren beispielsweise auf die grüne Wiese setzen, wir hatten von den Eigentümern die Pouvoirs, das Unternehmen, das bei dessen Gründung mit der gleichnamigen Tageszeitung nur mit dem Namen verbunden war, nach unseren eigenen Vorstellungen zu entwickeln.

Susanne Lederer-Pabst (Fotocredits: dragonfly finance)

Susanne Lederer-Pabst über nachhaltiges Investieren Monika Kovarova-Simecek (Studiengangsleiterin des Masterstudiums Wirtschafts- und Finanzkommunikation) im Gespräch mit Susanne Lederer-Pabst (CEO bei dragonfly finance und gerichtlich beeidete Sachverständige für das Geld-, Bank- und Börsewesen): Wichtigkeit der Eigenvorsorge Monika Kovarova-Simecek: Was müsste in der Finanzkommunikation geschehen, damit sich…

Leopold Quell  (Fotocredits: Peter Podera)

Leopold Quell über das Leben eines Fondsmanagers und die Bedeutung von Wirtschaftsnachrichten Monika Kovarova-Simecek (Studiengangsleiterin des Masterstudiums Wirtschafts- und Finanzkommunikation) im Gespräch mit Leopold Quell (Fondsmanager bei Raiffeisen Capital Management und Experte für chinesische Börsenmärkte): Parallelen zwischen Boxsport und der Finanzwelt Monika Kovarova-Simecek: Sie sind ein leidenschaftlicher…