In der Krise muss man handeln! – Directors` Dealings at a glance

Van Franziskus Le (Fotocredits: FH St. Pölten)
Van Franziskus Le (Fotocredits: FH St. Pölten)
Jan Müllner (Fotocredits: FH St. Pölten)
Jan Müllner (Fotocredits: FH St. Pölten)
Anton Porsch (Fotocredits: FH St. Pölten)
Anton Porsch (Fotocredits: FH St. Pölten)
Markus Zahnt (Fotocredits: FH St. Pölten)
Markus Zahnt (Fotocredits: FH St. Pölten)

Die Veröffentlichung von Directors` Dealings ist ein zentrales Anliegen im Sinne eines fairen und transparenten Kapitalmarkts. Die Wiener Börse leistet dazu mit der laufenden Zusammentragung der entsprechenden Einzelmeldungen einen gewichtigen Beitrag und stellt diese Dokumente auch auf ihrer Website zur Verfügung. Das ersichtliche Datenvolumen ist enorm: Allein im Zeitkorridor zwischen 2019 und 2020 wurden im Amtlichen Handel der Wiener Börse knapp 3.000 Eigenschäfte getätigt. Eine regelrechte Flut an gesammelten Meldungen also, welche die Dimensionen dieser Geschäfte zwar erahnen lassen, das Desiderat einer ganzheitlichen Darstellung zur tiefergehenden Betrachtung aber nicht erfüllen.

Dashboard – Directors` Dealings at a glance (Credits: Van Franziskus Le, Jan Müller, Anton Porsch, Markus Zahnt)

Im Geiste des Transparenzgedankens verschrieb sich die Projektgruppe „21st Century Beatles” daher der Aufgabe, eine übersichtliche, ansprechende Visualisierung der getätigten Dealings zu schaffen. Das Ergebnis erlaubt einen präzisen Blick auf die kumulierten Daten zu den erfassten Unternehmen, sprich die Positionen der handelnden Personen, das Volumen der Transaktionen, sowie auf die Art und den Zeitpunkt der Geschäfte.

Wer also mehr über Directors` Dealings an der Wiener Börse erfahren will, wird auf unserem interaktiven Dashboard fündig. Ein Blick auf die Tabelle auf der linken Seite des Dashboards zeigt dabei etwa deutlich, welche enormen Geldsummen im Rahmen der diversen Transaktionen seien es nun Käufe, Verkäufe oder etwa unentgeltliche Erwerbe (z.B. Boni) – aufgebracht wurden.

Den beiden Kreisdiagrammen sind genauere Infos zum Status der handelnden Personen sowie die Art der Transaktionen zu entnehmen. Erkennbar wird hier etwa, dass Vorstände, also Personen mit Einfluss auf die operativen Geschicke der Unternehmen, öfter aktiv wurden als Aufsichtsräte. Darüber hinaus wurde auch eine zeitliche Komponente eingefügt, die eine interessante Beobachtung zulässt: Rund um den ersten Corona-Lockdown im Jahr 2020 wurden besonders viele Eigengeschäfte getätigt.

Schließlich geben die beiden Heatmaps die Performance der Aktienkurse von Unternehmen mit erfassten Eigengeschäfte wieder. Damit soll deutlich werden, wie sich die Kurse nach erfolgtem Kauf (Heatmap 1) oder Verkauf (Heatmap 2) im Durchschnitt entwickelt haben, oder konkreter: Wie sich der Kurs 90 Tage nach jeder Transaktion verändert hat. Ein Kästchen gibt den Mittelwert der Performance der Aktie eines Unternehmens in einem Monat wieder. Wenn also bei deinem Unternehmen in einem Monat zwei Käufe bzw. Verkäufe aufgetreten sind, so wird für beide Transaktionen jeweils ein Kursvergleich zwischen dem Tagesschlusskurs des Kauf- bzw. Verkauftages und dem Schlusskurs 90 Tage nach dem Kauf bzw. Verkauf hergestellt und anschließend wir ein Mittelwert dieser beiden Kursveränderungen gebildet.

Grün symbolisiert Kurssteigerungen, Rot Kursverluste. Die farblichen Nuancen geben dabei die Stärke des jeweiligen Trends wieder – je heller desto schwächer der Trend, je dunkler desto stärker.

Die großen Zahlen unterhalb der Heatmaps zeigen die durchschnittliche Kursveränderung nach 90 Tagen von allen Käufen bzw. Verkäufen. Dabei zeigt sich, dass sich die Kurse nach Käufen insgesamt positiv, nach Verkäufen leicht negativ verändert haben.

Hier geht es zur interaktiven Visualisierung


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