Aktiv, passiv, aktivistisch – Wo geht die Reise hin?

Gerade in der heutigen Zeit ist es extrem spannend, die Investorentrends zu verfolgen und zu analysieren. Viele Stimmen behaupten ja, dass sich diese gerade in einem starken Umbruch befinden. Doch was steckt wirklich hinter dieser Aussage? Gerade in der heutigen Zeit ist es extrem spannend, die Investorentrends zu verfolgen und zu analysieren. Viele Stimmen behaupten ja, dass sich diese gerade in einem starken Umbruch befinden. Doch was steckt wirklich hinter dieser Aussage?

Ein Beitrag von Kathrin Daxböck, Studentin des Studiengangs Wirtschafts- und Finanzkommunikation zum Panel 2 „Investorentrends: Passiv – Aktiv – Aktivist“ bei der CIRA-Jahreskonferenz 2018

Ob zukünftig mehr aktive, passive oder aktivistische Investoren auftreten werden, dieser Frage widmete sich das Panel „Investorentrends: Passiv – Aktiv – Aktivist“ im Zuge der diesjährigen CIRA-Jahreskonferenz 2018. Die Diskussionsteilnehmer waren Vertreter von vier schwergewichtigen Unternehmen in der Investorenwelt.

Mit den Ausführungen begann Andreas Posavac von IPREO. Er zeigte drei Megatrends auf, welche aus Sicht von IPREO derzeit einen sehr großen Einfluss auf die Investor Relations-Arbeit haben: Passive Investoren, Corporate Governance und Shareholder Activism. Für Investoren – sowohl für aktive, als auch für passive – sei heutzutage zudem vor allem ein Thema von außerordentlicher Bedeutung, nämlich das Thema „Environmental, Social and Governance (ESG)“.

Als Vertreterin der Cevian Capital, einer schwedischen Investmentgesellschaft, erläuterte Friederike Helfer die Strategie des „Investorenaktivismus“. Drei Arten von Aktivisten prägen aus ihrer Sicht derzeit den Kapitalmarkt: Event-driven Aktivisten, Aktivisten mit Governance-Hintergrund und operative Aktivisten. Cevian Capital ordnet sich selbst den operativen Aktivisten zu. Die aktivistische Strategie der schwedischen Investment Firma ist durch eine stabile und langfristige Kapitalbasis sowie durch eine starke Performance gekennzeichnet. Ihr ganz klar definiertes Ziel ist es, in fundamental unterbewertete Unternehmen zu investieren, um sie durch aktives Engagement zu einer höheren Bewertung an der Börse zu führen und anschließend gewinnbringend zu verkaufen.

BlackRock ist einer der weltweit führenden Asset Manager und Jens Hagel gab einen kurzen Einblick in die passive Investitionsstrategie der US-Gesellschaft. Rund 2/3 der Gelder von BlackRock sind passiv veranlagt und demzufolge nur 1/3 aktiv. Dies hat vor allem den Grund, dass rund drei Viertel der veranlagten Gelder der Altersvorsoge dienen und deshalb möglichst risikolos veranlagt sein sollen. Auch für BlackRock spielt die Thematik ESG eine immer größere Rolle bei Investment-Entscheidungen.

Die Policy der Erste Asset Management lautet wie folgt: „Nachhaltiges Investment – Active
Ownership/Voting“ und dies hat Paul Severin auch ganz gut in seinem Vortrag zum Ausdruck gebracht. Außerdem betonte auch er, wie wichtig ein guter Umgang seitens der Unternehmen mit ESG sei.

Letztendlich konnten sich die Experten in einer Schlussrunde darauf einigen, dass die Reise eher in Richtung passiven Investorenverhalten geht. Der wichtigste Punkt im Hinblick auf zukünftige Investmentscheidungen stellte laut aller Beteiligten eine gute „Environmental, Social and Governance (ESG)-Haltung“ von Unternehmen dar. Nachhaltigkeit ist und wird bei allen Investmententscheidungen eine immer wichtigere Rolle spielen und eine starke Auswirkung auf viele Geschäftsmodelle von Unternehmen haben.

Fotocredits: CIRA/APA-Fotoservice/Bargad (Fotograf/in: Nadine Bargad)

 

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