Als Gast bei Ö1: Was ist der Leverage Effekt und wie funktioniert die NASDAQ?

Der Radiosender Ö1 behandelt im Rahmen der Radiokollegreihe ABC der Finanzwelt zahlreiche spannende Finanzthemen und -phänomene. In der ersten Augustwoche wurden unter anderem L wie Leverage Effekt und N wie Nasdaq erläutert. Monika Kovarova-Simecek war gleich zweimal zu Gast und teilte ihr Expertenwissen mit den Hörerinnen und Hörern.

Kredit aufnehmen, um Aktien zu kaufen oder: Was ist der Leverage Effekt?

In der Sendung am 1. August sprach Monika Kovarova-Simecek über den Financial Leverage, seine Chancen und seine Grenzen. Der Leverege-Effekt ist, wie der Name schon sagt, ein Hebeleffekt, in dem Fall der Hebeleffekt des Fremdkapitals: Wenn Unternehmen Fremdkapital aufnehmen, sich also verschulden, kann – den Erfolg der Investition vorausgesetzt – die Rendite des Unternehmens bzw. dessen Eigenkapitals steigen, und zwar über die Kosten des Fremdkapitals (Kreditzinsen). Dann hat die Aufnahme von Fremdkapital die erhoffte Wirkung gezeigt.

Dieser Effekt kommt in der Finanzwelt vielfach zur Anwendung. Dass der an sich einfache Mechanismus aber nicht immer aufgehen muss, zeigte der Crash auf chinesichen Börsenmärkten im Jänner 2015. Privatinvestoren haben vielfach Kredite aufgenommen, um in hochkomplexe Finanzprodukte auf den Börsenmärkten zu investieren. Diese Vorgehesenweise wurde durch staatliche Lockerung der Zugangsbestimmungen zu Krediten und zu Aktienmärkten zusätzlich gefördert. Nachdem die Investitionen nicht zu den erhofften Steigerungen der Aktienkurse führten und Privatanleger in Folge massenhaft ihre Aktien zum Verkauf anboten, blieben Privatanleger nicht nur auf den wertlosen Aktien, sondern auch auf den Krediten sitzen.

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Wie funktioniert die Nasdaq, wenn sie funktioniert?

Das Radiokolleg am 3. August 2017 war der Nasdaq, der ersten elektronischen Börse gewidmet. Gegründet 1971 als die erste rein elektronische Börse war die Nasdaq ein Novum und handelstechnologsich ein Vorreiter für viele andere Börsenmärkte. Sie läutete das Ende des Parketthandels ein und ist seit 1999, gemessen an der Anzahl der notierten Unternehmen, die größte US-amerikanische Börse.

Als Technologiebörse wird die Nasdaq aber auch deshalb bezeichnet, weil IT-Unternehmen an ihr überproportional stark vertreten sind. Heute notieren an der Nasdaq über 3.000 IT-Unternehmen. Zu den bekanntesten zählen Apple, Google, Microsoft, Cisco, Amazon, Facebook, eBay etc. Das soll allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass auch Unternehmen aus anderen Branchen an der Nasdaq notieren und auch im Nasdaq-100, dem Leitindex der Nasdaq, verteten sind, wie z.B. 21st Century Fox, der Spielzeughersteller Mattel, Kraft Heinz Company oder Starbucks. Jedenfalls nicht an der Nasdaq präsent sind Finanzunternehmen.

Untrennbar mit der Nasdaq verbunden ist auch die Dotcom-Blase von 2002 und der weniger geglückte Börsengang von Facebook. Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria, erläutert in der Sendung ausführlich die Vorgänge rund um diese Ereignisse. Trotz dieser Krisen konnten Anleger an der Nasdaq beeindruckende Gewinne machen. Monika Kovarova-Simecek rechnet in der Sendung vor, wie lukrativ Investitionen in Nasdaq-Unternehmen hätten sein können.

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